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Vorschau 2017/18

Autoren + Künstler

 

 

 

 

 

 

»Vor allem die Frauen aus meiner Familie sollen glücklich sein. Ich wünsche ihnen Glück.« Dann holt sie tief Luft und fängt mit klarer, kräftiger Stimme an zu singen.

 

Die Filmautorin und Redakteurin Caroline Wenzel traf in zahlreichen Besuchen die Frauen eines griechischen Dorfes und hörte ihren Geschichten zu. Es sind sehr persönliche Rückblicke auf schmerzliche und glückliche Erlebnisse in wechselvollen Zeiten, vom Krieg bis zur Wirtschaftskrise.

Caroline Wenzel dokumentiert eindrucksvoll die große Lebenslust von vier Frauengenerationen einer Familie – von Marianthi, Evgenia, Despina, Margarita und Irini.

 

SÜSSE ZITRONEN UND BITTERE LIEDER

Gesichter eines griechischen Dorfes (Biografie)

edition karo, April/Mai 2018

174 Seiten, Klappenbroschur

978-3-945964-06-3, EUR 16,00 (D), 16,50 (A), 21,50 (CH)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zur Autorin

Caroline Wenzel ist Fernsehjournalistin. Sie studierte neuere deutsche Literaturgeschichte und Romanistik, dann Psychologie in Freiburg im Breisgau. Nach dem Diplom schrieb sie in Hamburg als freie Journalistin für Zeitungen, war in Karlsruhe Reporterin für die Hörfunk-Programme des Süddeutschen Rundfunks und für den Deutschlandfunk. Seit 1997 arbeitet sie als Redakteurin und Filmautorin für den Südwestrundfunk, ARD und Arte. Sie lebt in Stuttgart und auf Chios.

 

 

 

 

 

 

Leseprobe

 

Die Gärten rund um Yiayias Haus sind leer. Keine Spur von der leicht gebeugten Gestalt, die normalerweise um diese Zeit längst in ihren Beeten arbeitet. Besorgt schaut Despina sich um und ruft Marianthis Namen, doch niemand antwortet. Nervös läuft sie um das große Haus herum, ruft noch einmal, und ermahnt Yasmina, die in den Beeten schnüffelt. Ratlos schauen wir uns um und gehen dann über die mit Wein überwucherte Terrasse, klopfen an die Küchentür und öffnen sie vorsichtig. Die Yiayia sitzt an ihrem großen Tisch mit der geblümten Wachstuch-Tischdecke, vor ihr steht ein doppelter griechischer Kaffee und aus einem kleinen Radio erklingen etwas verzerrt traditionelle griechische Lieder. Marianthi hat Ringe unter den Augen und sieht sehr müde aus. Als wir eintreten, schaut sie erstaunt hoch und gähnt dann herzhaft. Mühsam steht sie auf und umarmt uns fest. Sie ist vor wenigen Tagen aus New York zurück gekommen. Als ich sie frage wie es war, verzieht sie das Gesicht und winkt ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

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