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Verlag Josefine Rosalski, Berlin

 

 

 

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Vorschau 2016/17

 

Autoren + Künstler

 

 

 

 

 

 

 

Barbara Hartlage-Laufenberg

 

In Liebe, Muschelkalk

Das wechselvolle Leben der Leonharda Ringelnatz

 

140 Seiten, Klappenbroschur 15x22 cm

mit 10 s/w-Fotos, einige noch unveröffentlicht

ISBN 978-3-937881-19-5

Euro 16,-

 

 

Joachim Ringelnatz kennt jeder, die Frau an seiner Seite

jedoch wird allenfalls wohlwollend erwähnt. Er hat sie

Muschelkalk genannt, ein ungewöhnlicher Kosename für

eine sehr ungewöhnliche Frau.

 

 

 

»Wichtig ist nicht ein leichtes Leben –

das ist gar nicht erstrebenswert –, aber ein ausgeglichenes.«

      So formuliert Leonharda Ringelnatz ihre Lebenseinstellung.

 

 

 

Mit dieser ersten Biografie über Muschelkalk, die auch bislang unbekannte Briefe aus der Zeit nach Ringelnatz und einige unveröffentlichte Fotos präsentiert, gibt es endlich eine ausgeglichenere Darstellung der »Arbeitsgemeinschaft« Ringelnatz/Muschelkalk. Zudem wird damit erstmals auch die Bedeutung der in der Literaturszene der Nachkriegszeit v.a. als Übersetzerin tätigen Muschelkalk deutlich.

 

 

 

 

Leonharda Pieper, die den Dichter während fast seiner ganzen produktiven Lebenszeit begleitet hat, war 15 Jahre jünger als er, kam aus einer ostpreußischen Kleinstadt, war in Eisenach als Sprachlehrerin für Englisch und Französisch ausgebildet worden und heiratete als 21-Jährige den lebenslustigen und viel erfahreneren Dichter, trotz mancher Bedenken.

 

Ringelnatz ist oft wochenlang unterwegs auf den Kabarettbühnen der damaligen Zeit. Zunächst in München, dann in Berlin ist Muschelkalk stets seine engste Mitarbeiterin, schon beim Entstehen seiner Dichtungen, dann kümmert sie sich um seine Manuskripte, organisiert seine Auftritte, erledigt die Korrespondenz und wäscht seine Wäsche, die sie an seinen jeweiligen Auftrittsort schickt. Immer ist das Geld knapp. Ringelnatz und Muschelkalk führen ein offenes Haus und verkehren in den angesagten Bars und Kneipen. Zu ihrem Freundeskreis gehören Roda Roda, Asta Nielsen und Renée Sintenis.

 

 

 

 

Barbara Hartlage-Laufenberg ist promovierte Juristin, war Arbeitsrichterin und anschließend Fachhochschul-Professorin. Sie ist dort geboren und aufgewachsen, wo Ringelnatz und Muschelkalk in ihrer Berliner Zeit gelebt haben, nämlich in der Nähe des Sachsenplatzes (heute Brixplatz). Bereits aus den Erzählungen ihrer Eltern, die in der Westend-Klause verkehrten, wo schon Ringelnatz Stammgast war und seine Witwe nach dem Krieg den monatlichen Ringelnatz-Stammtisch gegründet hatte, war ihr der Name Muschelkalk vertraut.
So wurde es ihr nach Arbeiten als Herausgeberin von Berlin-Literatur und kürzeren Lebensbildern von Dichterjuristen ein Bedürfnis, die fehlende Muschelkalk-Biografie zu schreiben.

 

 

 

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