LITERATURVERLAG

Josefine Rosalski, Berlin

 

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Vorschau 2016/17

Autoren + Künstler

Impressum

 

 

Still und starr ruht die Spree

 

Berliner Weihnachtskrimis

 

 

Mörderische und andere Gelüste in festlichen Stadtvierteln und zwielichtigen Häusern

 

Für spannende Lektüre unterm Weihnachtsbaum sorgen in diesem Band 15 phantasievolle Weihnachtskrimis von überaus begabten Autorinnen und Autoren. Vielfältige Gelüste, nicht selten mörderische, verbergen sich auch in unverdächtigen Stadtvierteln und in Häusern voll trügerisch festlicher Vorfreude. Die verheißungsvoll in Rotgold geschmückte Feinschmeckeretage des KADEWE zeigt sich als unheilvoller Treffpunkt, das KLÄRWERK SPANDAU ist wider Erwarten wahrlich keine feierliche gute Stube, und die Liebe zwischen bunten Reagenzgläsern nimmt in der AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN einiges auf sich.

 

In den Häuserschluchten der Stadt mit ihren braven Familien herrscht in der Tat alles andere als festliche Verzückung.

 

144 Seiten, Broschur seidenmatt

ISBN 978-3937881-12-6

EUR 12,-

 

»Man kommt ins Staunen, was der Kiez um die Ecke an Thrill so hergibt.«

 (TIP)

 

 

 

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die autorinnen + autoren:

 

Christian Bartel

Tanja Dückers

Brigitte Hähnel

Albrecht Piper

Birgit Jochens

Michael von Swiontek

Barbara Gantenbein

Barbara Ahrens

Tom Ines

Petra Nouns

Britt Reißmann

Jiri Polak

Petra Miersch

Nora Lachmann

Viktoria Korb

 

 

 

 

Textprobe:

 

Ich gehe hoch in meine Wohnung und ziehe den Schlafanzug an. Will einschlafen, kann aber nicht, weil ich immer an Hanuman denken muss und an seine Frau. Die große dunkelhaarige Frau vom Affengott. Schöne Frau.

 

Das Licht geht an bei Hanumans Frau. Sie steht auf, geht durchs Schlafzimmer, durchs Wohnzimmer, hin zur Wohnungstür. Ich kann nichts sehen zuerst, dann doch. Es kommt jemand herein. Zitsche steht im Wohnzimmer. Er hat Schnaps in der Hand, eine ganze Flasche, und versucht ein nettes Gesicht zu machen. Hanumans Frau glaubt ihm das Gesicht aber nicht, sie schaut suchend aus dem Fenster. Er redet auf sie ein, sie sagt aber: Nein. Will keinen Schnaps.

 

Zitsche redet trotzdem weiter, die Frau schlägt die Hände vors Gesicht.

Hauswart kommt näher, Frau weicht zurück: Wieder Tanz durchs Zimmer, einmal herum, dann schneller in die andere Richtung. Zitsche glaubt sich das Nettsein jetzt selber nicht mehr und haut der Frau eine.

 

Hanumans Frau geht zu Boden, Zitsche hinterher. Die Brüstung des Fensters ist zu hoch, ich kann sie nicht mehr sehen. Muss was tun.

 

Ich rufe bei Hanuman an, aber es hebt keiner ab. Natürlich nicht. Ich sehe nur die Glatze von Zitsche, schweißbedeckt hinter dem Fensterbrett ...

 

aus „An Weihnachten gehört der Mann in die Familie“

von Christian Bartel

 

 

 

 

 

 

 

© edition karo, Literaturverlag Josefine Rosalski 2004-2016